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Firma ist in Zahlungsverzug, wie reagieren?

  1. #1
    nursii
    ich arbeite als vollzeitkraft in einem krankenhaus. seit mitte juli habe ich nun auch noch einen minijob in einem altenheim (400 euro).
    als meine kollegen dort mir gegenüber "zutraulicher" wurden, hab ich durch die blume erfahren, dass das heim (familienbetrieb) nich regelmässig zahlt un wenn, dann auch oft nur einen teil des gesamten lohns. dies brachte mich dann dazu eine rechtsschutzversicherung abzuschliessen (man bedenke die 3 monate wartezeit).
    da ich diese 400 euro pro monat "nur" als sparkapital anseh und nich auf den tag genau auf diese geld angewiesen bin, blieb ich dort und wartete ab.

    am 15. august kam das gehalt von juli OHNE verzug. wobei ich dazu sagen muss, dass es nicht das volle gehalt war, also nicht die 400 euro, sondern nur etwa die hälfte, da ich in dem monat nicht auf meine sollstd kam.
    von den anderen kollegen erfuhr ich kurze zeit später, dass sie immer noch kein geld auf dem konto hätten (übrigens bis HEUTE NICHT!)
    jetzt, also diesen monat hätte ich eigentlich am 15.9. das KOMPLETTE gehalt auf dem konto haben müssen... dem war aber nicht so. am 21.09. rief ich bei der chefin an un hakte nach. "DIESES mal is das gehalt etwas im verzug... ich versichere ihnen, dass das geld in den nächsten tagen, noch in DIESEM monat auf ihrem konto ist. falls sie bargeld bräuchten, kommen sie vorbei un holen sie etwas ab!"
    sollte das geld am 30. diesen monats nicht drauf sein, wird meine chefin ein mahnbescheid mit frist in die hand gedrückt bekommen. ich weiss, dass das mein recht ist.
    nur mal angenommen, die zahlen mir danach trotzdem nicht? wie kann ich weiter vorgehen, ohne mich selber in unkosten zu stürzen? (rechtsschutz ist immer noch nicht wirksam)
    zu kündigen un eine andere nebentätigkeit ist in meinem fall nicht so einfach, da ich, wie gesagt, noch VOLL im krankenhaus tätig bin, und nicht jede firma so kulant ist, sich nach MIR zu richten...
    bitte helft mir

  2. #2
    Avatar von quartal5
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    hallo nursii,

    wie immer: hier keine Rechtsberatung.... nur private Tipps.

    also, in solchen eindeutigen Fällen braucht man keinen Rechtsschutz,
    du musst nur die Fakten sammeln,

    z. B. Arbeitsvertrag, Belege (auch Eigenbelege) über geleistete Arbeit,
    hilfreich sind auch Arbeitskollegen, die die Situation bezeugen etc.

    Damit hin zum Anwalt, der mahnt zunächst einmal den Arbeitgeber und fordert auch die Mahnkosten ein, im Falle der Nichtzahlung schickt der Anwalt den Mahnbescheid über das zuständige Gericht an den Arbeitgeber. Bei eindeutiger Faktenlage wird er zahlen, aber das kann ein halbes Jahr dauern (was in deinem Fall aber nicht so schlimm wäre .....)

    Es kann im schlimmsten Fall passieren, dass der Arbeigeber insolvent ist.

    Das wäre schlecht, denn dann gibts kein Geld und zusätzlich musst du als ggf. NICHT wirksam Rechtsschutzversicherter die Verfahrenskosten selbst bezahlen.

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